Tagidex
Das Angebot an Online-Informationen nimmt weiter rasant zu. Die neuen Informationsmedien, speziell die Dienste im Web 2.0, stellen die Nutzenden vor neue Möglichkeiten und Herausforderungen. Unser Forschungsinteresse gilt speziell den Social-Tagging-Systemen und deren Nutzung als Informationsdienste.
Um Social-Tagging-Systeme bezüglich ihrer Eignung als Informationsdienste zu evaluieren wird eine nutzerorientierte Methode entwickelt. Klassische Messgrössen wie Ausbeute und Präzision aus dem Information Retrieval werden dabei um die sozialen Einflussgrössen in Social Tagging-Systemen erweitert. Für die Studie wurde die Webapplikation Tagidex entwickelt, die einen Vergleich von Tagging- und Indexsuchverfahren auf einer kontrollierten Kollektion von Websites erlaubt. Ziel der Untersuchung ist es, Anregungen zu erhalten, wie man die Nutzenden bei der Verwendung von Suchmaschinen im Web besser unterstützen kann. Zudem sollen die Erkenntnisse in die Entwicklung von hybriden Informationsdiensten im Internet einfliessen, also Suchdiensten die sich sowohl auf einen maschinengenerierten Index als auch einen Tag-Index abstützen.
Als didaktisches Hilfsmittel im Unterricht kann Tagidex zur Förderung der Recherchekompetenz eingesetzt werden.
Idee und Konzept: D. Jurjevic, N. Stöcklin, W. Hartmann
Kontakt:
Diana Jurjevic: Wissenschaftliche Assistentin am Zentrum für Bildungsinformatik der PHBern.
Website:
Publikationen
- Jurjevic, D.; Reinmann G.: Was bringt Tagging? Eine methodologische Herangehensweise an die Evaluation von Social-Tagging-Systemen. In: Fischer, S.; Maehle, E.; Reischuk, R. (Hrsg.): INFORMATIK 2009 Im Focus das Leben. Lecture Notes in Informatics, GI-Edition, Bonn. S. 253; 2140-2151
- Jurjevic, D.; Stöcklin, N.; Hartmann, W.: Informationskompetenz: ein Thema für den Informatikunterricht. INFOS 2009, Zukunft braucht Herkunft. 13. GI-Fachtagung Informatik und Schule, Berlin. S. 316-327
- Jurjevic, D.: Folksonomy, eine Herausforderung für die Bibliotheken. Die Lernende Bibliothek 2009. Tagungsband in Churer Schriften zur Informationswissenschaften, Nr. 33: Wissensklau, Unvermögen oder Paradigmenwechsel? S. 41-50
